
Psychotherapie? Was ist das eigentlich?
Psychotherapie bedeutet Behandlung der Seele oder seelichser Probleme. Sie ist dann hilfreich, wenn es zu weitreichenden Störungen im Denken, Fühlen, Erleben und Handeln gekommen ist. Das wichtigste Kriterium für den Einsatz einer Psychotherapie ist das eigene subjektiv empfundende Leid, der Leidensdruck. Ob und welche Form der profesionellen Hilfe dann notwendig wird, bespricht der Behandler gemeinsam mit dem Patienten.
Wie hilft Psychotherapie?
Lebensgestaltende Überzeugungen zu verändern ist nicht leicht. Niemand läßt sich aus seinem lange aufrechterhaltenen schmerzhaften Selbstbild herausreden. Das von solchen Vorstellungen geformte Verhalten bedeutet einen Schutz und einen Weg, weiteren Schmerz zu verringern und zu vermeiden.
Hierbei handelt es sich um die Existenz eines unbewußten, aus angsterzeugenden Gründen, verdrängten Ereignis. Die Erinnerungsarbeit wird unterstützt durch regressive Komponenten, Traumarbeit, Körperübungen, die eine Freisetzung blockierter Gefühle möglich macht und Verspannungen löst. Die erinnerte Situation kann nun aus der heutigen Sicht einer Erwachsenen beurteilt werden, die inzwischen ein anderes Potential und Beurteilungskriterien entwickelt hat.
Wann hilft Psychotherapie?
- Bei Partnerschaftskrisen
- Beruflichen Schwierigkeiten
- Schwierigkeiten und Themen die immer wieder neu auftauchen
- Persönliches Interesse an seinem Lebensskript
- Für Unterstützung Suchende in einer aktuellen schwierigen Situation
- Identitätsfindung
- Beziehungsschwierigkeiten
- Psychosomatische Erkrankungen wie Ulkus-Krankheiten, Asthma bronchiale, Neurodermitis, Migräne, Colitis ulcerosa, Morbus Chron, Rheumatoide Arthritis
- Ängste
- Zwänge
- Depression
- Selbstunsicherheit
- Borderline-Störungen
- Narzissmus
- Neurosen
- Somatoforme Schmerzstörungen
ADHS: Diagnostiktik
ADHS ist nicht nur im Kindesalter ein Thema, sondern betrifft viele Menschen auch im Erwachsenenalter. Etwa 3 % der Erwachsenen in Deutschland sind davon betroffen. Typische Schwierigkeiten sind zum Beispiel Vergesslichkeit, Ablenkbarkeit, motorische/innere Unruhe oder Impulsivität. Für viele Erwachsene kann eine Psychotherapie hilfreich sein, um die Beschwerden besser zu verstehen und geeignete Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Eine ADHS-Diagnose wird von vielen Betroffenen zunächst als große Entlastung erlebt. Sie kann helfen, bisherige Schwierigkeiten besser einzuordnen und neue Behandlungsschritte sinnvoll zu planen.
Eine ADHS-Diagnostik umfasst bei uns eine sorgfältige Gesamtabklärung:
- Sie beginnt mit einer psychotherapeutischen Sprechstunde, in der zunächst die aktuelle Situation und die persönliche Vorgeschichte besprochen werden. Dabei prüfen wir, ob die Beschwerden zu einer ADHS passen oder ob andere Ursachen und Störungsbilder in Frage kommen könnten.
- Wenn sich im Gespräch ein entsprechender Verdacht ergibt, folgt die eigentliche Testdiagnostik. Diese besteht aus Fragebögen zur Selbstauskunft und, wenn möglich, auch aus Fragebögen zur Fremdauskunft.
Kostenübersicht: (orientiert an der Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen)
- Testdiagnostik: 450,41 Euro
- Sprechstunde: Patient*innen, die die Sprechstunde als Kassenleistung in Anspruch nehmen, zahlen keine zusätzlichen Gebühren.Bei privater Abrechnung der Sprechstunde fallen zusätzlich Kosten von 134,60 Euro an
Wichtiger Hinweis: Die ADHS-Diagnostik ist eine Eigenleistung.
ADHS: Gruppentherapie
Voraussichtlich ab Mitte November diesen Jahres bieten wir auch dienstagnachmittags eine Gruppentherapie an, in der Sie in einer festen Gruppe aus 8-9 Patient*innen lernen können Ihren Alltag leichter zu bewältigen. Die Gruppe findet im 14-tägigen Rhythmus statt und besteht aus 8 Terminen à 100 Minuten.
Voraussetzung zur Gruppenteilnahme ist die grundsätzliche Bereitschaft zum Austausch mit anderen Patient*innen sowie ein bereits diagnostiziertes ADHS im Erwachsenenalter.
Anmelden können Sie sich hier:
https://gruppenplatz.de/therapeuten/psychotherapeutische-praxen-1
Sie haben Fragen? Zögern Sie nicht, unverbindlich Kontakt mit uns aufzunehmen.